Doppel-Silber für Joy

Zweimal Silber und einmal Bronze für die DLRG Ennigerloh bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen! Besonders Joy Sanader (16) hatte Grund zur Freude: Sie bejubelte gleich zweimal die Vizemeisterschaft – im Einzel- und im Staffelwettbewerb.

Im 50 Meter Retten einer Puppe war sie zwar die Schnellste ihrer Altersklasse 15/16, musste sich im Mehrkampf aber einer Konkurrentin aus dem sächsischen Meißen geschlagen geben. Denn für die Siegerehrung ausschlaggebend war das Ergebnis aus allen drei Rettungsdisziplinen. Über 100 Meter vier Hindernisse untertauchen gehrte ebenso zu ihren Aufgaben wie das Retten einer Puppe mit Flossen. Die Silbermedaille hatte sich Joy mit gerade in den vergangenen Wochen sehr aufreibendem Training hart erarbeitet.

Im Staffelwettbewerb startete Joy gemeinsam mit Lena Averdung (16), Astrid Brunsing (18), Clara Steinberg (18) und Målin Thorwesten (18) in der Altersklasse 17/18. Das Ennigerloher Team war als Titelverteidiger an den Start gegangen und konnte sich in den vier Staffeln sogar minimal verbessern im Vergleich zu 2016. Sogar den eigenen Junioren-Weltrekord in der 4x50-Meter-Rettungsstaffel konnte das Ennigerloher Team unterbieten. Schade nur, dass die Juniorinnen aus Nieder-Olm/Wörrstadt noch schneller schwammen – ein Team, mit dem sich die Ennigerloherinnen schon seit Jahren einen Zweikampf liefern. Auch über alle vier Staffeln hinweg war das Quintett aus Rheinland-Pfalz stärker, so dass es verdient die Goldmedaille gewann. So waren Astrid, Clara, Joy, Lena und Målin mit dem 2. Platz bestens zufrieden, zumal sie die Westfalenmeisterinnen aus Ascheberg-Herbern hinter sich lassen konnten.

Mit den fünf um die Wette strahlte Trainerin Vera Oliwa. Sie trainiert und betreut den Großteil des Teams seit vielen Jahren und gemeinsam haben sie schon unzählige Medaillen gewonnen. Dies sollte aber nun die vorerst letzte Trophäe sein. Denn die erfahrene Trainerin will kürzer treten und sich für unbestimmte Zeit vom Beckenrand zurückziehen. Und so geriet die Siegerehrung nicht nur zur Feier der Vizemeisterschaft, sondern auch zu einer Abschiedsfete - für Vera Oliwa ein Abschluss nach Maß. Für ihre erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit hatte Ennigerlohs DLRG-Vorsitzender Henning Hohenhorst sie bei ihrer letzten Trainingsstunde bereits mit einem Blumenstrauß als symbolisches Dankeschön verabschiedet.

Derweil konnte die DLRG Ennigerloh im Westfalenbad in Hagen noch öfter jubeln: Jonas Fischer (22) kam in der Gesamtwertung der offenen Altersklasse zwar „nur“ auf Rang 20. Doch über 200 Meter Hindernis schwamm er die drittschnellste Zeit und gewann die Bronzemedaille. Paul Louis Abel (13) – in diesem Jahr startberechtigt für die DLRG Gütersloh - erreichte mit drei neuen Bestzeiten in der Altersklasse 13/14 den 13. Platz unter 31 Schwimmern.

Alle Ergebnisse zusammengefasst rangiert die DLRG Ennigerloh mit nur zwei Athleten in den Einzelwettbewerben und nur einer Staffel auf Rang 23 in der Klubwertung. 127 DLRG-Gruppen waren indes bei der Deutschen Meisterschaft am Start.